AfA UB Amberg

Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA)

 

Herzlich willkommen

auf der Internet-Seite der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD im Unterbezirk Amberg-Sulzbach.
Das Leitmotiv unserer politischen Arbeit ist zugleich einfach, knapp und klar:
Für Arbeit und soziale Gerechtigkeit!
Wir laden auch gerne Interessierte zur aktiven Zusammenarbeit ein. 

Euer 

AfA-Team 
 

 
 

28.04.2019 in Veranstaltungen

Umbrüche in der Automobilindustrie-Was wird aus den Arbeitsplätzen?

 

Die Arbeitsgemeinschaft  für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD beschäftigte sich auf ihrer letzten Sitzung in Sulzbach-Rosenberg mit den Umbrüchen, welche die Elektromobilität mit sich bringen wird.

Dazu konnte SPD AfA UB Vorsitzender Karl Heinz König  die neugewählte  SPD-AfA Landesvorsitzende Bayern, Ronja Endres, als Referentin zu diesem Thema in Sulzbach Rosenberg begrüßen.

In Ihrem Vortrag mit dem Titel „Umbrüche in der Automobilindustrie“ zeigte Frau Endres als Erstes auf, wie die Minderung des CO2 - Ausstoßes nach dem Pariser Abkommen zum Klimaschutzplan Einfluss in Deutschland auf die Verschiedenen Sektoren nehmen wird. Die CO2-Einsparung 1990 – 2014 für den Energiesektor bei –23%, für die Industrie bei –36%, der Anteil bei den Gebäuden bei -43%. In der Landwirtschaft liegen die Einsparungen bei -18%. Diese Bereiche sind also beherrschbar und auch Leistbar. Jedoch bleibt im Verkehrsbereich von zurzeit –2% noch eine gewaltige Lücke bis zum Ziel 2030 von –42% bis -40%.

Zur Veranschaulichung: Das Pariser Abkommen sieht bis 2030 (in 10 Jahren) eine Einsparung von 55% vor und bis 2050 sollen ca. 80 -95% Einsparungen erreicht werden. Bis 2020, also im nächsten Jahr, dürfen Neuwagen im Durchschnitt nur noch 95 g CO2 pro Kilometer ausstoßen. Das ist nur mit den sog. „Zero-Emission-Cars“ zu erreichen. Bis 2030 bedeutet das einen Anteil bei der Zulassung von Neuwagen von 50%. Wird dieses Ziel nicht erreicht, drohen Strafen in Milliarden Höhe, welche die Bundesrepublik zahlen müsste, also wir, der Steuerzahler, und nicht die Industrie!

Und genau hier kommt das nächste Problem für den Automobilsektor und den Arbeitsmarkt auf den Tisch. Nach der ELAB 2.0 – Studie zu „WIRKUNGEN DER FAHRZEUGELEKTRIFIZIERUNG AUF DIE BESCHÄFTIGUNG AM STANDORT DEUTSCHLAND“ werden lt. Abschlussbericht dieser Studie vom 15.10.2018 per Saldo 100.000 Arbeitsplätze in der Produktion der Antriebsstränge in der Automobilindustrie wegfallen. Andere Studien sprechen sogar von zusätzlich 150.000 Arbeitsplätzen, wenn Zulieferer mit einbezogen werden. Das hat natürlich Auswirkungen auf das Brutto-Inlands-Produkt (BIP). Das sind alle Leistungen, die in der Bundesrepublik erwirtschaftet werden. Das BIP wird dann minus 1% betragen. Das bedeutet, eine Firma oder der Krämer um die Ecke wäre mit minus 1% Gewinn einfach gesagt, Pleite. Zusätzlich werden sich bis zum Jahr 2030 (10 Jahre!!!) noch ca. 150.000 Arbeitsplätze ändern. Bei den Automobilherstellern können viele Folgen aufgefangen werden, da hier auch das nötige Kapital vorhanden ist. Im Gegensatz dazu bei den Zulieferern: Hier werden nach glaubhaften Studien ca. 45% der Arbeitsplätze verloren gehen und es gibt hier bislang auch keine sichtbaren Anstrengungen der Wirtschaft und der Politik, Lösungen zu erarbeiten. Beispiel BOSCH Deutschland: 15.000 Arbeitsplätze hängen direkt vom Diesel ab. In Bayern sind 4.000 Arbeitsplätze allein in Bamberg bedroht. Zum Beispiel Dieselmotor: Die Herstellung eines Dieselmotors benötigt ca. 10 Arbeitskräfte in der Produktion. Die Herstellung eines elektrischen Antriebsmotors nur 1 Person. Und wer braucht in einem Elektrofahrzeug noch eine Zündkerze??? Die nächsten Unwägbarkeiten der e-Mobilität ist auch schon in Sicht: Wer darf denn so ein Auto mit Hochvoltantrieb überhaupt Reparieren? Die heute vielfach vorhandenen Service-Häuser der Automobilindustrie dürfen das erst, wenn A.) der Hersteller das gestattet und B.) entsprechendes Personal geschult wurde (vom Hersteller). Das wird in den Werkstätten zusätzlich zum Verlust von Arbeitsplätzen einen negativen Arbeitswert von ca. 30 – 40% erzeugen.

Doch damit nicht genug der Horrormeldungen!

Wenn in Europa die Diesel- und Verbrennerflotte ausgetauscht wird, wohin mit den alten Fahrzeugen? Verschrotten? Dass muss dann in Fernost gemacht werden, denn hier gibt es kaum noch Stahlkocher, die diese Aufgaben leisten können. Und: Geschätzt 70% der Altfahrzeuge werden Exportiert. Afrika wird ein großer Markt sein, dann wird das Weltklima eben in Afrika zu Grunde gerichtet denn der Ausstoß an CO2 wird sich nur sehr gering ändern. Und zu guter Letzt noch die Frage, WER produziert denn die Fahrzeuge, die auf unseren Straßen Umweltfreundlich mit 0-Immission unterwegs sind?

Deutsche Automobilhersteller?

Kaum glaubhaft. Aber China ist gerade dabei, diesen Markt für sich zu rekrutieren. Und wie sieht bei uns die Politik die Lösung? Wenn es nach unseren Verkehrsministern Sven Scheuer geht, versucht man das einfach auszusitzen in der Hoffnung, dass alles nicht so schlimm werden wird. Der Verdacht liegt nahe, dass der Steuerzahler bislang einfach mit den Wahrheiten dieses Teils der „Industrie 4.0“ nicht belastet werden kann.

Und die Wirtschaft?

Hier herrscht die Meinung vor, mit genug Geld kann man sich alles leisten.

 

Bayern ist ein Automobilland.

BMW, Audi, MAN-Nutzfahrzeuge und viele Zulieferer Produzieren in Bayern.

25% aller in Deutschland hergestellten Autos, werden in Bayern Produziert.

Deshalb fordern wir von der SPD AfA Bayern  einen Runden Tisch für die Automobilindustrie und Zulieferer. An diesen Runden Tisch müssen neben der Wirtschaft, den Gewerkschaften, Umweltverbänden auch die Politik besonders die SPD Sitzen.

Den nur mit der SPD ist dieser gewaltige Strukturwandel in der Automobilindustrie zu bewältigen. Hier müssen wir als Arbeiterpartei, die Ängste und Bedürfnisse der betroffenen Arbeitnehmer vertreten. Und nicht die Interessen des Kapitals.

 

12.02.2019 in Landespolitik

Mit neuer Doppelspitze sich den Herausforderungen der KI im Arbeitsleben stellen

 

Der SPD-AfA Bezirk Oberpfalz startet mit Ronja Endres und Peter Sturm mit einer neuen Doppelspitze den Herausforderungen. Unterstützt werden Sie von den beiden Stellvertretern Xenia Wilk und Karl-Heinz König.

Zu Beginn spannte der Alte und Neue Vorsitzende Peter Sturm einen Bogen von den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis heute. Alle Anwesenden erklärten Ronja Endres ihre volle Unterstürzung für die Wahl zur Vorsitzenden von AfA Landesverband Bayern.

 

Mit den einleitenden Vortrag über Künstliche Intelligenz führte Karl-Heinz Brandl allen Deligierten vor, wie schon jetzt diese schon jetzt in die alltäglichen Geschäftsbetrieb kräftig umkrempelt. Besonders bei Banken und Versicherung ist die sog. Dunkelverarbeitung weit verbreitet. Hierbei übernehmen z.B. schon jetzt die Programme die Schadensregulierung bei Haftplichtschäden bei niedrigeren Schadenssummen. Nicht nur in der Privatwirtschaft übernimmt der Kollege Computer immer Aufgaben sondern, auch in der öffentlichen Verwaltung und im Gesundheitswesen werden Projekte wie Digitale Verwaltung 2020 oder auch eDorf vorangetrieben. In einer Befragung unter Arbeitnehmer gaben 47% an das trotz des Einsatzes der KI die Arbeitsmenge eher größer geworden ist. Im Weißbuch von 2016 stellt die Prognose auf das so gut wie kein Arbeitsplatzverlust entstehen wird, dies ist aber von Branche zu Branche unterschiedlich.

Für die Arbeitnehmer ist schon heute immer wichtiger durch kontinuierliche Fortbildung um auch weiterhin den täglichen Herausforderungen gewachsen zu sein.

In der anschließenden Diskusion, die Ronja Endres leitete richtete sich schließlich der Fokus auf die Automobilbranche die auch vor einen grundlegenden Wandel steht und welche Auswirkungen auf die Oberpfalz zukommen können.

 

28.01.2019 in Arbeitsgemeinschaften

Jahreshauptversammlung

 

Zur Jahreshauptversammlung der „Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen“ (AfA) in der SPD im UnterbezirkAmberg-Sulzbach-Neumarkt hat am 9. Januar Karl-Heinz König, der Vorsitzende, in die „Alte Kaserne“ in Amberg eingeladen. Auf der Tagesordnung standen mehrere Neuwahlen, nämlich die des Vorstandes und die Wahl der Delegierten zur SPD-AfA Landeskonferenz und die Wahl der Delegierten zur SPD-AfA Bezirkskonferenz. Besondere Aufmerksamkeit verdiene es, dass es dem Vorsitzenden gelungen sei, Ronja Endres vom Bundesvorstand SPD-AfA für ein Referat „Umbrüche bei den Automobilzulieferern“ zu gewinnen.

Nach der Begrüßung legte der Unterbezirksvorsitzende vor den zahlreich erschienen Mitgliedern der AfA – darunter der MdL a.D. Reinhold Strobl aus Schnaittenbach und der SPD-Kandidat zur Bundestagswahl 2018 Johannes Foitzik aus Neumarkt, seinen Jahresbericht den Mitgliedern zur Genehmigung vor. Im Wesentlichen beschäftig te sich der Rückblick natürlich mit den – für die SPD – absolut unzureichenden Ergebnissen bei der Landtagswahl 2018. Auch die Bundestagswahlen wurden angesprochen.

Ein wirklich positives Ergebnis konnte aber doch noch vermeldet werden: Der Bürgermeister von Sulzbach-Rosenberg heißt weiterhin Michael Göth, und damit ist die Stadt Sulzbach-Rosenberg seit nunmehr 64 Jahren in der „Hand“ der SPD. Eine Arbeitnehmer-Stadt also. Das war dann auch gleich die Überleitung zu den Aktionen, die der AfA für 2019 plant. Es wird gefordert, dass die SPD-Spitze in Berlin endlich wieder mehr auf die Arbeitnehmer und Gewerkschaften zugeht. Dazu gehört es natürlich auch, dass der AfA in Berlin vom Vorstand der SPD nicht nur als „Wurmfortsatz“ betrachtet wird, sondern als aktive Arbeitsgruppe endlich mit Stimmrecht

gehört wird. Dem stimmten alle Anwesenden und natürlich auch das SPD-AfA Bundesvorstandsmitglied Frau Ronja Endres zu. Sie arbeitet in Berlin schon lange daran, der AfA endlich mehr Gehör zu verschaffen und dadurch die Interessen der Arbeitnehmer stärkere Geltung zu geben. Nach dem Bericht des Vorsitzenden, der ohne Einspruch angenommen wurde, folgte die Wahl einer Wahlleitung und der Wahlkommission. Diese Aufgaben übernahmen R. Strobl und J. Foitzik. Die nachfolgenden Wahlen nun in Kürze: 14 stimmberechtigte Genossinnen und Genossen waren anwesend.

Einstimmig wurde wieder der Genosse Karl-Heinz König aus Sulzbach-Rosen-berg zum ersten Vorsitzenden gewählt. Als zweiter Vorsitzender wurde ebenfalls mit 14 Stimmen Holger Joschko

gewählt. Beide Herren nahmen die Wahl an. Weiter wurden zehn Beisitzer gewählt, auch hier nahmen alle Gewählten die Wahl an. Wichtig waren dann noch die Wahl der Delegierten für die AfA Landes-konferenz: Karl-Heinz König (erster) Marianne König (zweite), Holger Joschko (dritter), Petra Schilling (vierte). Als Ersatzdelegierte wurden Anna Kessler und Wer-

ner Scharl gewählt. Die Wahl der Delegierten zur AfA Bezirkskonferenz umfasst elf Personen. Bei 14 abgegebenen Stimmen – alle Stimmzettel gültig wurden elf Personen gewählt. Alle nahmen

die Wahl an. Nach diesen „Pflichtübungen“ wurde Ronja Endres gebeten, ihr Referat zu halten. Es stand unter dem Titel „Umbrüche bei den Automobilzulieferern“ in Zusammenhang mit der Energiewende und damit zusammenhängend der Umweltschutz. R. Endres stellte fest, dass die Regierung durch die Einflussnahme der Atomobillobby und anderer Industrien in den vergangenen Jahrzehnten die selbst gesteckten Ziele sogar ins negative hinein verändert hat.

 

22.08.2018 in Landespolitik

SPD-Erfolge wenig beachtet

 

Bei der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im SPD-Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt stellten sich die sozialdemokratischen Kandidaten für Landtag und Bezirkstag vor. Sie hatte dazu ins Capitol eingeladen.

AfA-Vorsitzender Karl-Heinz König bedauerte die schlechten Umfragewerte der SPD. Er führte sie nicht nur auf den neuerlichen Eintritt in die Große Koalition zurück. Die dort erzielten Erfolge der SPD würden fänden in den Medien wenig Beachtung und würden deshalb von den Wählern nicht wahrgenommen. Zu Themen des Wahlkampfes erklärte König die Renten, den sozialen Wohnungsbau, die Mietpreisbremse und das Ende der befristeten Arbeitsverhältnisse.

Uwe Bergmann, SPD-Kreisvorsitzender im Landkreis Amberg-Sulzbach, bewirbt sich um Erststimmen bei der Landtagswahl. Als eines seiner Ziele nannte er die Gründung einer staatlichen Wohnbaugesellschaft, denn es fehlten in Bayern 25 000 bezahlbare Wohnungen. Jedes Kind solle die Chance auf einen Kita-Platz haben. Er fordere kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Uni und Kostenfreiheit des Schulweges für alle.

 

12.06.2018 in Arbeitsgemeinschaften

AfA begrüßt Wiederbeginn der Europa-Debatte in der SPD

 

Grundwerte-Kommission ist auf dem richtigen Weg. Soziale Aspekte gehören weiter nach vorne!

Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland steht viel auf dem Spiel. Wenn jetzt, in wirtschaftlich vergleichsweise günstigen Zeiten, nicht gehandelt wird, steht Europa bei künftigen Krisen vor dem Zerfall.

Deshalb begrüßen wir zunächst, dass der französische Präsident Emmanuel Macron mit seinen Zukunftsvisionen ein friedliches, geeintes Europa vorantreiben und Europa in den Fokus der europäischen und nationalen Aufmerksamkeit rücken will. Die deutsche Bundesregierung muss diesen Gesprächsfaden endlich aufnehmen. Das dröhnende Schweigen der Bundeskanzlerin verstößt gegen den Koalitionsvertrag und gefährdet die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, auch in Deutschland.

Das Thema nahm deshalb sowohl auf dem AfA- als auch auf dem DGB-Bundeskongress vor wenigen Wochen breiten Raum ein.

Die SPD-Grundwertekommission hat erkannt, dass die nötige Antwort auf die Ansinnen Emmanuel Macrons nachdrücklich und sozialdemokratisch sein muss und vor allem auch, dass sie nicht mehr länger auf sich warten lassen sollte. In Zeiten starker nationalistischer Tendenzen innerhalb und außerhalb der EU kann nur eine freiheitliche, soziale und demokratische Europäische Union die Zukunft sein.

Dies gilt allerdings für die nationalen Politiken ebenso wie für die europäische Ebene. Die AfA kritisiert deshalb weite Teile der französischen sogenannten Reformpolitik. Umverteilung nach oben, Privatisierung und Abbau von Arbeitnehmerrechten passen nicht in ein gemeinsames Europa. Wer Beschäftigung und Investitionen, Finanzmarkt-Stabilität und gemeinsame Institutionen weiterentwickeln will, muss in seinem Land die Spaltung der Gesellschaft beenden anstatt sie zu vertiefen.

 

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